20./21. März 2017

Odysseum in Köln

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DIGITAL VS. LESERATTE: WAS KINDER MÖGEN?!

Der Produkt- und Medienkonsum von Kindern ist im starken Wandel. „Digitale Kanäle“ haben ebenso eine Existenzberechtigung wie so genannte gedruckte Qualitätsmedien. Bei KIDS & MARKE 2016, dem Branchentreff für Kids-Marketing, diskutierten u.a. Lufthansa, Sony, DFB, GEOLino, Napster und Tabaluga bewährte und innovative Ansätze in der Kommunikation mit Kindern.

„Smombies“ werden immer jünger

Wer Kids als Zielgruppe hat muss sich zwangsläufig mit dem Thema „Digitalisierung“ beschäftigen. Bereits 49% der 6-19 Jährigen nutzen Smartphones oder Tablets mehrmals täglich. Hauptgrund sind die sozialen Medien und hierbei insbesondere WhatsApp und Facebook. Neben dem sozialen Aspekt ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Apps die Bereitstellung von individuellem Content.

Lufthansa, Europa-Park oder auch Napster konzipierten dazu ihre eigene App. So bietet Lufthansa mit Edutainment-Inhalten während der gesamten Reisekette von Check-In bis Abflug aber auch im Alltag den Kids verschiedene Mini-Games. Die Kinder-Apps der Airline (unterschiedliche Apps je Altersgruppe) sind gleichzeitig ein direkter Kommunikationskanal zu den Eltern und erreichten seit Sommer 2014 zwei Millionen Familien.

Das Ziel neue Touchpoints zu identifizieren und sich als erste Fluglinie mit einer Kinder-App abzugrenzen „sei erreicht worden“.

ZEIT LEO, Dein Spiegel & Co.: Qualitäts­journalismus für Kinder?

„Lesen bildet – daddeln nicht.“ Dieser Satz spiegelt die Perspektive vieler Eltern wieder die meinen, dass Print schlau macht, Screens aller Art eher nicht. Tatsache ist, dass Kinder medienübergreifend durchweg gerne lesen (mehr als 60%). Die digitale Medianutzung wird ab 10 Jahren relevant, mit 13 Jahren nutzen dann bereits fast 75% der Kids täglich das Internet (vgl. KIM-Studie). Ein grosser Unterschied besteht aber in der Werbeakzeptanz, die bei TV und Zeitschriften deutlich höher ist als bei Mobile und Internet. Bedenkt man, dass junge „Qualitätsleser“ ein höheres Markenbewusstsein haben als „Nicht-Leser“ steigen die Vermarktungspotentiale. Zumal das Interesse von Eltern an Qualitätstiteln groß ist und knapp 38% der Elternteile die Kids-Magazine mitlesen. Grund dafür sind Schwerpunktthemen wie Gesellschaft, Wirtschaft aber auch Wertevermittlung. Diese Strahlkraft macht sich ab März 2016 die ZEIT zu Nutze und lanciert ein neues Konzept. ZEIT LEO, das Kindermagazin der ZEIT, erscheint zusätzlich mit der neuen LEO FamilienZEIT als Heft im Heft für Eltern und eröffnet damit ein komplett neues (Print-)Segment für ganze Familien.

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